Studentenverbindung

Ja, es gibt sie noch, die „Dinosaurier der alten Studentenkultur“, die traditionsbewussten Vorwärts-Gerichteten, die kritisch-differenzierenden Werte-Orientierten, die weltoffenen Politik- und Nachrichtenverfolger, die Studium-mit-Freizeit-Verbinder: die Mitglieder studentischer Korporationen.
Es gibt sie nicht nur in Fotoalben von Onkel und Opa, nicht nur in verschnörkelten Bilderrahmen auf Omas Buffet, nicht nur in altmodischen Geschichtchen und markigen Liedchen, sondern hier und heute, lebendig und im wahren Sinn des Wortes: in Farbe.
Studentische Verbindungen leben seit Gründung der ersten Universitäten im 11. Jahrhundert, in organisierter, strukturierter Form seit dem 18. Jahrhundert und haben bis heute überlebt. Warum aber sind sie nicht wie die Saurier ausgestorben? – weil sie sich den wechselnden Umwelt- und Studienbedingungen und den damit verbundenen Anforderungen angepasst haben. – Und weil sie ihre Daseinsberechtigung nicht verloren haben!
Obwohl die Anzahl studentischer Korporationen sich seit Beginn der Aufzeichnungen im Laufe von drei Jahrhunderten nicht wesentlich verringert hat (derzeit gibt es in Deutschland ca. 1.100 aktive Studentenverbindungen), ist ihre Wahrnehmung und Bedeutung im öffentlichen Leben und damit auch ihr Erscheinungsbild heute eher untergeordnet zu nennen. – Schließlich gibt es heute eine zehnfache Anzahl an Universitäten und Hochschulen und eine hundertfache Anzahl an Studenten. Lag der Anteil der Korporierten vor 200 Jahren bei 70 Prozent aller Studierenden, so liegt er heute bei 2-3 Prozent und wird demzufolge von der Öffentlichkeit kaum mehr wahrgenommen.
Studentenverbindungen werden ständig als „ewig Gestrige“ kritisiert. Man hört immer wieder Töne, dass sie in einem modernen Rechtsstaat, wie die Bundesrepublik Deutschland einer ist, nichts zu suchen haben. In den meinungsbildenden Medien (Presse, Rundfunk und Fernsehen) werden sie entweder totgeschwiegen oder unter negativen Vorzeichen betrachtet. Warum eigentlich? – Warum werden unsere Aufklärungsbemühungen ignoriert?
Ja, es gibt sie wirklich noch, die klassischen Korporationen. Sie leben noch, die schlagenden, die fakultativ (freiwillig) schlagendenden, die couleurtragenden und die „schwarzen“ (ohne Farben) Verbindungen. Sie sind – wenn auch in modifizierter, zeitangepasster Form – ein ständiger Bestandteil des gesellschaftlichen und universitären Lebens in jeder Hochschulstadt.
So leben auch wir, die Landsmannschaft im CC „Makaria“, seit mehr als 125 Jahren, lebendig, offen, farbig, fröhlich.- Wir würden gern die Vorurteile ausräumen, die in der Öffentlichkeit bestehen.
Natürlich werden immer wiederkehrend einige bestimmte Fragen über Korporationen an uns und an andere „Insider“ gestellt. Diese versuchen wir auf unserer Seite „Fragen“ zu beantworten. Falls unsere dortigen Informationen jedoch nicht ausreichen, bieten wir jedem Interessierten an, ihm in einem offenen Gespräch das wirkliche Leben in einer studentischen Verbindung mit sachlichen Informationen zu erläutern. Und zwar durch Kommilitonen, die in einer solchen Gemeinschaft leben und dieses Leben nicht von außen mit verfälschten, mangelhaften und unvollständigen Informationen beurteilen.
Überzeugte, ja, begeisterte Mitglieder unserer Verbindung werden natürlich auch ihre emotionalen Empfindungen für unseren Lebensbund nicht verbergen.
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